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Der Essay analysiert Freuds Narzißmusbegriff als zweifache Tendenz, bei der libidinische Selbstbeziehung und die Neigung zur Rückverschmelzung mit einem ursprünglichen undifferenzierten Zustand gleichzeitig bestehen. Er stellt Narzißmus als dauerhafte Dimension der Libido dar, als Grenzbegriff gegenüber Ichtrieben, und warnt vor einer Reduktion auf bloße Selbstliebe. Anhand theoretischer Erwägungen und eines Kinderbeobachtungsbeispiels zeigt die Autorin, wie Ichwerdung den Verlust passiver Aufgenommenheit, eruptive Aggressionen und klagende Traurigkeit hervorruft und wie narzißtische Dynamiken sich in Objektwahl, Wertsetzungen und künstlerischer Gestaltung niederschlagen.
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